Diversifikation in unsicheren Zeiten – mit Kunstinvestments

In der heutigen Pressemeldung nimmt der Berliner Honorarberater Klaus Porwoll von der PecuniArs Honorarberatung Stellung zu dem Thema Diversifikation in unsicheren Zeiten – mit Kunstinvestments:

  • Angesichts der derzeit unvorhersehbaren Politik sind die Märkte von einem hohen Maß an Unsicherheit und Volatilität geprägt
  • Alternative Anlagen wie Kunst können in solchen Phasen stabilisierend auf ein Portfolio wirken
  • Was sich hier speziell für Einsteiger anbietet und worauf man achten sollte

Berlin, den 1. April 2025 – Diversifikation, so lautet ein bekanntes Bonmot an der Börse, ist der einzige Free Lunch. Wer also sein Portfolio clever diversifiziert, kann – was einst der US-amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Harry M. Markowitz nachwies – das Risiko seiner Geldanlage reduzieren, ohne auf Rendite verzichten zu müssen. Denn sonst geht die Reduzierung des Risikos zu Lasten der Rendite. Oder anders formuliert: Wer mehr Ertrag will, muss höhere Risiken eingehen.

„Die Grundlage, auf der diese Erkenntnis basiert, ist, dass sich nie alle Anlageklassen eins zu eins in die gleiche Richtung entwickeln“, erläutert Klaus Porwoll, Gründer und Inhaber der unabhängigen Berliner Honorar-Finanzberatung PecuniArs. Und hier kommen neben klassischen Anlagen wie Aktien und festverzinsliche Wertpapieren vor allem nicht börsennotierte Sachwerte ins Spiel. Gerade sie können in der aktuellen Phase am Kapitalmarkt, die von viel Unsicherheit und hohen Kursschwankungen geprägt ist, helfen, ein Portfolio zu stabilisieren und gegen Marktrisiken abzusichern.

Warum nicht Kunst zur Diversifikation?

„Dabei kann die Beimischung von Kunst eine besonders attraktive Idee sein“, sagt Porwoll. Tatsächlich bieten Kunstinvestments einen erheblichen Diversifikationseffekt für ein Portfolio. „Denn einer der großen Vorteile davon ist, dass sich der Wert von Kunstwerken in der Regel unabhängig vom Kapitalmarkt, von der Wirtschaft und von den Einflüssen der Politik entwickelt“, so der Honorarberater, der sich neben Kapitalmarktanlagen auch auf Kunstinvestments spezialisiert hat.

Das zeigte sich zum Beispiel während der Finanzkrise. Damals brachen zwar die Aktienmärkte weltweit teilweise um 50 Prozent und mehr ein, doch stiegen die Investitionen in Kunst laut der US-Bank Merrill Lynch in diesem Zeitraum um rund fünf Prozent pro Jahr. Aber auch langfristig kann sich die Wertentwicklung des Kunstmarktes sehen lassen, wie sich an den speziell für den Kunstmarkt kreierten Mei-Moses-Indizes zeigt. Der Sotheby’s Mei Moses All Art Index, der die Auktionen der großen Auktionshäuser umfasst, legte in den vergangenen 20 Jahren durchschnittlich 5,26 Prozent pro Jahr zu.

Risiken und Kosten nicht unterschätzen

„Der Index blieb damit zwar etwas hinter dem MSCI World zurück, aber dafür hatten Anleger damit ein Gegengewicht zu ihrer Aktienanlage im Portfolio, das sich in schwierigen Phasen am Kapitalmarkt trotzdem stabil entwickelte“, erklärt Porwoll. Vor allem aber gibt es Bereiche im Kunstmarkt, die sich noch deutlich besser entwickelt haben. Zum Beispiel der Post War & Contemporary Index, der sogar doppelt so stark zulegen konnte wie der All Art Index.

Insofern kann Kunst nicht nur aus Diversifikationsgründen, sondern auch aufgrund der potenziellen Wertentwicklung eine interessante Beimischung sein. Außerdem, auch das darf man nicht vergessen, bietet diese Anlageklasse eine gewisse Absicherung gegen Inflation. „Man muss jedoch bedenken, dass man hier – anders als am Aktien- oder Anleihemarkt – nur schwerlich über viele Kunstwerke breit streuen kann oder sehr viel Geld für eine ausreichende Streuung braucht, und dass dazu Kosten für die Versicherung, für Gutachten und die mögliche Einlagerung kommen“, informiert Porwoll. „Zudem sollte man sich der Risiken wie der Illiquidität oder dass ein Künstler oder eine bestimmte Kunstrichtung plötzlich außer Mode kommt und es deshalb zu erheblichen Wertverlusten kommen kann, bewusst sein.“

Starke Wertsteigerungen im Bereich Kunstfotografie

Demgegenüber stehen aber auch ein paar zusätzliche Vorteile, die ein Investment in Kunst bietet: Beim privaten Verkauf eines Kunstwerks, das mindestens ein Jahr in Privatbesitz war, fallen weder Einkommen- noch Umsatzsteuer an. Und auch die Vererbung oder Schenkung von Kunstgegenständen kann unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer befreit sein.

Dabei kann aus Sicht des Experten gerade für Einsteiger ein Investment in Kunstfotografie aktuell besonders attraktiv sein. „Dieser Bereich ist eine junge aufstrebende Kunstrichtung, die mit einem massiv gestiegenen Interesse und erstaunlichen Wertsteigerungen aufwarten kann“, informiert der Anlageprofi. So ist allein der Auktionsumsatz seit dem Jahr 2000 um über 300 Prozent pro Jahr im Schnitt gestiegen. Einzelne Werke von Künstlern wie Robert Frank oder Irving Penn weisen massive Wertzuwächse auf. „Der Einstieg in ein professionell betreutes Kunstportfolio beginnt in der Regel bei etwa 30.000 Euro. Wer jedoch bereits ein bestehendes Portfolio besitzt, hat die Möglichkeit, gezielt und auch mit geringeren Beträgen weitere Werke beizumischen und so die Diversifikation zu erhöhen.“, ergänzt Porwoll.

Deshalb sollte man nicht übereilt in irgendein Werk investieren. „Vorsichtige Anleger sollten sich bei der Auswahl vielmehr auf objektive Kriterien stützen“, sagt Porwoll. „Entscheidend ist nicht der emotionale Bezug zu einem Kunstwerk, sondern dass der Künstler bereits langfristig am Markt etabliert ist, regelmäßig in den letzten Jahren in renommierten Galerien und Museen ausgestellt wird und seine Werke historisch betrachtet kontinuierlich an Wert gewonnen haben. Letztlich ist Kunst auch eine Marke – und diese muss erkennbar und bewertbar sein.“

Pressekontakt

iris albrecht finanzkommunikation GmbH
Frau Iris Albrecht
Feldmannstraße 121
66119 Saarbrücken
Tel.: 0681-410 98 06 10
Fax.: 0681-410 98 06 19
Email: iris.albrecht@irisalbrecht.com
www.irisalbrecht.com

Lesen Sie weiter

Diversifikation in unsicheren Zeiten – mit Kunstinvestments

Angesichts der derzeit unvorhersehbaren Politik sind die Märkte von einem hohen Maß an Unsicherheit und Volatilität geprägt. Alternative Anlagen wie Kunst können in solchen Phasen stabilisierend auf ein Portfolio wirken. Wir erklären was sich hier speziell für Einsteiger anbietet und worauf man achten sollte.
Fear and Greed Index & Markt-Timing: Wann Aktie kaufen und verkaufen?

Den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt finden: Der Schlüssel zum Erfolg oder riskanter Irrweg?

Wann sollte man eine Aktie kaufen und verkaufen? Viele Anleger versuchen, den perfekten Zeitpunkt zu treffen – doch Markt-Timing ist riskant. Der Fear and Greed Index zeigt, ob Anleger von Angst oder Gier getrieben sind und kann Hinweise auf Marktbewegungen geben.
Sollten Anleger ihr Portfolio auf Donald Trump ausrichten - oder besser nicht?

Sollten Anleger ihr Portfolio auf Donald Trump ausrichten – oder besser nicht?

Trumps angekündigte Maßnahmen könnten starke Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben – von Steuersenkungen über Zölle bis hin zur Geldpolitik der US-Notenbank. Doch bedeutet das, dass Anleger ihr Portfolio anpassen sollten? Klaus Porwoll, unabhängiger Honorarberater, gibt eine fundierte Einschätzung und erklärt, warum eine überstürzte Neuausrichtung des Portfolios riskant sein kann.

Mit mehr Finanzwissen klappt’s auch mit der Geldanlage

Viele Verbraucher winken beim Thema Geldanlage ab, weil es ihnen zu kompliziert erscheint – Das hat zur Folge, dass die Bundesbürger auf Rendite verzichten, was zu Lasten ihres Wohlstandes geht – Dabei ist Investieren gar nicht so komplex, wenn man über ausreichendes Finanzwissen verfügt
Aktive ETFs - Marketingprodukt oder hilfreiches Instrument für Anleger

Aktive ETFs – Marketingprodukt oder hilfreiches Instrument für Anleger?

Was sind aktive ETFs? Wir zeigen Ihnen, ob Sie ein hilfreiches Instrument für Anleger sind und ob Sie investieren sollten.
Sinkende Zinsen: Was das für den Anleihemarkt bedeutet und wie Sie reagieren sollten

Sinkende Zinsen: Was das für den Anleihemarkt bedeutet und wie Anleger reagieren sollten

Nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank im Juni gewinnen festverzinsliche Wertpapiere deutlich an Attraktivität Dennoch sollten Anleger bei ihren Anleiheinvestments mit Bedacht zu Werke gehen

Erste Stabilisierungstrends am Immobilienmarkt: Ist die Zeit für den Einstieg gekommen?

Steigende Zinsen, gestiegene Baukosten und verschärfte Auflagen bezüglich der Nachhaltigkeit haben den Immobilienmarkt zuletzt stark unter Druck gesetzt Doch nun könnten sich wieder erste Chancen ergeben Worauf Immobilienkäufer achten sollten
US-Wahl voraus – was Anleger jetzt tun sollten und was nicht

US-Wahl voraus – was Anleger jetzt tun sollten und was nicht

Kaum etwas beherrscht die Medienlandschaft so sehr wie die anstehende US-Präsidentschaftswahl Und auch die Investoren beschäftigen sich damit, weil je nach Ausgang ganz unterschiedliche Folgewirkungen auf einzelne Regionen und Branchen denkbar sind Sollten sich also Anleger auf potenzielle Wahlausgänge vorbereiten und entsprechend frühzeitig positionieren?
Sinkende Zinsen: Was das für den Anleihemarkt bedeutet und wie Anleger reagieren sollten

Sinkende Zinsen: Was das für den Anleihemarkt bedeutet und wie Anleger reagieren sollten

Nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank im Juni gewinnen festverzinsliche Wertpapiere deutlich an Attraktivität Dennoch sollten Anleger bei ihren Anleiheinvestments mit Bedacht zu Werke gehen